Waldjugendspiele in Sachsen
Das Projekt "Waldjugendspiele in Sachsen"
- Partner: SDW, SMUL (Abt. Forsten), SMK
- landesweit seit 1999 durchgeführt
- Austragungsorte: alle sächsischen Forstbezirke
- Ziel: den Wald spielerisch als Ökosystem und Wirtschaftsfaktor kennen- und verstehen lernen

Jährlich erleben rund 6.000 Schüler Sachsens diesen
"Tag mit den Förstern im Wald".
Bilder von vergangenen Waldjugenspielen
Waldjugendspiele Klassenstufe 3/4
Die Kinder absolvieren einen Rundkurs, bestehend aus 10 Spielstationen. Aufgrund der Erfahrungen seit 1999 werden dabei 6
Spielstationen als obligatorische Stationen empfohlen. Darüber hinaus haben die Veranstalter die Möglichkeit, je nach
Wetterlage und eigenen Vorstellungen aus insgesamt 11 fakultativen Stationen 4 weitere Stationen auszuwählen. Für jede
der 10 Spielstationen ist ein Stationsleiter zu benennen.
Anzustreben ist es auf jeden Fall, möglichst viele Revierförster für die Betreuung von Spielstationen zu gewinnen.
Das gilt besonders für die Stationen, bei denen Wissen über Wald und Wild vermittelt werden soll. Darüber hinaus
sollen natürlich auch Waldarbeiter, Lehrer / Eltern und SDW- Mitglieder eingebunden werden.
Die Abfolge der Stationen im Rundkurs ist so gestaltet, dass sich Wissens- und Geschicklichkeitsstationen abwechseln.
Damit ist gewährleistet, dass sich die Kinder auch austoben können und es ihnen auf keinen Fall langweilig wird.
Übersicht der Spielstationen
| Wissen / Geschicklichkeit |
Schönwetter / Schlechtwetter |
Stationenbetreuung | ||
|---|---|---|---|---|
| Obligatorische Stationen | ||||
| 1- Black Box | W | beides | Förster/SDW | |
| 2- Stockspiel | G | beides | Lehrer/Eltern/SDW | |
| 3- Der Waldarbeiter und sein Werkzeug |
W | beides | Waldarbeiter | |
| 4- Zapfenzielwerfen | G | beides | Lehrer/Eltern/SDW | |
| 5- Wildschäden und Jagd | W | beides | Förster | |
| 6- Holztransport | G | beides | Waldarbeiter | |
| Wissen / Geschicklichkeit |
Schönwetter / Schlechtwetter |
Stationenbetreuung | ||
| Fakultative Stationen | ||||
| 7- Alle hängen von einander ab |
W | beides | Förster/SDW | |
| 8- Anschleichspiel | G | beides | Förster/Waldarbeiter | |
| 9- Fledermaus | G | beides | Förster/Lehrer/Eltern | |
| 10- Schnupperspiel | W | Schönwetter | Förster/Lehrer/Eltern | |
| 11- Arche Noah | G | Schönwetter | Förster/Lehrer/Eltern | |
| 12- Suchliste | G | Schönwetter | Förster/Lehrer/Eltern | |
| 13- Tiersteckbrief | W | beides | Förster/SDW | |
| 14- Die Bäume und ihr Holz |
W/G | beides | Förster | |
| 15- Hirschlauf | G | beides | Förster | |
| 16- Was gehört nicht in den Wald? |
W | beides | Förster | |
| 17- Historische Gewerbe | W | beides | Forstunternehmer, Imker, u. ä. |
|
| Wissen / Geschicklichkeit |
Schönwetter / Schlechtwetter |
Stationenbetreuung | ||
Waldjugendspiele Klassenstufe 6
"Vom Nutzen und Schützen -
Naturnahe Waldbewirtschaftung"
Die Waldjugendspiele für die Klassenstufen 3 und 4 verfolgten das Ziel, die Schüler in dieser Altersgruppe
spielerisch und praxisorientiert wieder für den Wald zu interessieren. Sie lernten den Wald dabei in seiner
Vielfalt vor allem mit allen Sinnen kennen. Angeleitet durch kompetente Forstleute erhielten sie einen kleinen
Einblick in das Berufsbild der Menschen, die den Wald schützen und bewirtschaften. Insbesondere diese Erkenntnisse
sollen mit der Konzeption für die Klassenstufe 6 vertieft werden. Dabei soll näher auf ökosystemare Zusammenhänge,
sowie den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen (Holz, Wasser, Boden) eingegangen werden. Gleichzeitig
wird erläutert, welche tragende Rolle dabei die Forstleute spielen, welches umfassende Wissen zur Ausübung dieser
Berufe notwendig ist, aber auch wie interessant und abwechslungsreich sich deren Tätigkeit gestaltet. Zusätzlich
wird die Notwendigkeit wirtschaftlichen Handelns und der verantwortungsvolle Umgang mit öffentlichen
Haushaltsmitteln hervorgehoben, indem die Schüler zu Beginn der Veranstaltung ein finanzielles Budget
(Spielgeld) erhalten, welches zur Bewältigung anstehender Aufgaben eingesetzt (Investitionen), bzw.
durch Wissen, Sorgfalt und Geschick aufgestockt (Bonus) werden kann. Für die Schüler werden dadurch
realistische Anreize geschaffen. Die Veranstalter erhalten eine weitere Möglichkeit zur Auswertung
und Erfolgskontrolle.
Was soll den Teilnehmern vermittelt werden?
- Kennenlernen und Verstehen der Waldfunktionen (Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion)
- Erkennen des Waldes als (menschlich beeinflusstes) Ökosystem
- Förderung der speziellen Artenkenntnis und Zuordnung zu den Elementen des Ökosystems Wald sowie deren unmittelbaren Zusammenhängen
- Nachhaltigkeit im Umgang mit Naturressourcen (insbes. Holz, Wasser, Boden)
- Verständnis und Interesse für den forstlichen Berufszweig
- Fachübergreifende Wissensvermittlung: Ergänzung des Unterrichtsstoffes in den Fächern Biologie, Mathematik, Ethik, Kunst/Musik, Sport, Geschichte, Geografie, Deutsch, Physik, Chemie
Während eines Rundganges schlüpfen die Teilnehmer in die Rollen der Forstleute.
So gehört es zu den Aufgaben des Försters, die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes gleichermaßen zu erhalten und zu fördern.
Nutzfunktion:
Nutzfunktion:
- wirtschaftlicher Nutzen; Naturressource Holz, Holzproduktion, Holzverkauf;
- Qualitäts- und Quantitätsmanagement
- dauernde Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes, des Klimas, des Wasserhaushaltes, der Luftreinhaltung, der Bodenfruchtbarkeit, der Artenvielfalt
- Schutz des Landschaftsbildes; Wald als Kulturgut; Sicherung der Agrar- und Infrastruktur, des Tourismus, der Waldpädagogik
- "Gesundheitsfunktion", z.B. Schutz vor schädigenden Immissionen (Lärm, Staub, ...)
Wie setzen wir die Themen um?
Die Anzahl der Teilnehmer wird auf maximal 50 beschränkt. Damit wird gewährleistet, dass etwa 2 Schulklassen mit
jeweils ca. 25 Schülern den Rundkurs absolvieren können. Es werden 4 Gruppen mit bis zu 12 Schülern gebildet.
Das entspricht der Anzahl der Stationen zu den 4 Schwerpunktthemen "Waldpflege", "Holzverkauf", "Waldschutz"
und "Reviergang".
Eine 5. Station wurde als Gemeinschaftsstation entwickelt, an der abschließend alle Schüler gleichzeitig teilnehmen und wo die Ergebnisse und Erkenntnisse des Tages diskutiert und ausgewertet werden. Entsprechend dem Arbeitsfeld eines Försters lautet diese Station "Dienstberatung". Während des Rundkurses stellen die Stationen jeweils einen Arbeitstag im Wochenablauf eines Revierleiters dar (z.B. Montag = "Waldpflege", Dienstag = "Holzverkauf", Mittwoch = "Waldschutz", Donnerstag = "Reviergang", Freitag = "Dienstberatung". Die Teilnehmer lernen so die verschiedenen Aufgabenfelder des Revierleiters kennen.
Eine 5. Station wurde als Gemeinschaftsstation entwickelt, an der abschließend alle Schüler gleichzeitig teilnehmen und wo die Ergebnisse und Erkenntnisse des Tages diskutiert und ausgewertet werden. Entsprechend dem Arbeitsfeld eines Försters lautet diese Station "Dienstberatung". Während des Rundkurses stellen die Stationen jeweils einen Arbeitstag im Wochenablauf eines Revierleiters dar (z.B. Montag = "Waldpflege", Dienstag = "Holzverkauf", Mittwoch = "Waldschutz", Donnerstag = "Reviergang", Freitag = "Dienstberatung". Die Teilnehmer lernen so die verschiedenen Aufgabenfelder des Revierleiters kennen.
Wer kann Teilnehmen?
Schulklassen der Klassenstufen 3/4, bzw. 6 können sich bei den zuständigen Regionalschulämtern um eine Teilnahme bewerben.
Jeweils zu Beginn des Jahres legen die Forstbezirke ihre Waldjugendspielorte und -termine sowie das jeweilige Programm fest.
Bei Interesse von anderen Klassenstufen, bzw. Kindergartengruppen organisiert die SDW individuelle Waldrallyes mit alters- und themenspezifischem Inhalt. Dazu wenden Sie sich bitte direkt an die Geschäftsstelle des SDW-Landesverbandes Sachsen.
Bei Interesse von anderen Klassenstufen, bzw. Kindergartengruppen organisiert die SDW individuelle Waldrallyes mit alters- und themenspezifischem Inhalt. Dazu wenden Sie sich bitte direkt an die Geschäftsstelle des SDW-Landesverbandes Sachsen.
Was kostet die Teilnahme?
Für die Teilnahme an den Waldjugendspielen, wie sie im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes mit dem SMUL und dem SMK angeboten
werden, wird in der Regel ein Unkostenbeitrag für die Verpflegung in Höhe der Kosten der Schulverpflegung erhoben.
Die Anreise zu den Spielorten wird in Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Regionalschulamt organisiert.
Für individuelle "Waldrallyes" werden zu erstattende Unkostenbeiträge zwischen dem Interessenten und der SDW verhandelt. In der Regel fallen Fahrkosten im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung sowie Materialkosten nach Absprache an.
Für individuelle "Waldrallyes" werden zu erstattende Unkostenbeiträge zwischen dem Interessenten und der SDW verhandelt. In der Regel fallen Fahrkosten im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung sowie Materialkosten nach Absprache an.