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Aufforstungsprojekte der SDW Sachsen

Waldmehrung = Vereinszweck entspr. Satzung

 

§2 Zweck und Aufgaben des Vereins

Der Verein setzt sich für den Schutz und die Erhaltung aller Wälder, für die Schaffung und Vermehrung ökologisch funktionstüchtiger, nach Möglichkeit naturnaher, leistungsfähiger Wälder und die Förderung einer vielgestaltigen, naturnahen Landschaft sowie für die Schaffung einer intakten Umwelt ein.

 

Erfüllung dieser Ausgabe insbesondere durch:

Übernahme der Betreuung von geschützten Gebieten, Durchführung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in weiteren ausgewählten Gebieten und im Rahmen der Bewirtschaftung vereinseigener Liegenschaften.

 

Auszug aus dem Landesentwicklungsplan (LEP) Sachsen:

Ziel Z 4.2.2.1: Der Waldanteil im Freistaat Sachsen ist auf 30 % zu erhöhen. ... Zur Unterstützung dieser Zielstellung sind in den Regionalplänen Vorrang- und Vorbehaltsgebiete „Waldmehrung" festzulegen. Für die Waldmehrung in der Planungsregion Leipzig-Westsachsen sind insbesondere die Kippenflächen der Tagebaue Zwenkau, Espenhain, Witznitz und in bedeutenden Teilen des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain als landesweiter Schwerpunkt der Waldmehrung möglichst umfassend zu bewalden. Für die Waldmehrung werden Kriterien festgesetzt, u.a. Sicherung des Biotopverbundes über Wanderungskorridore, Rückhalt von Niederschlagswasser in Gebieten mit Hochwasserentstehungsgefahr, Umwandlung landwirtschaftlich genutzter Flächen mit hohem Ertragsausfallrisiko, Mehrung Gewässer begleitender Wälder an großen Flüssen. ...

 

Dieses Ziel wird durch die SDW ausdrücklich unterstützt. Allerdings zeigt die praktische Erfahrung in einigen Regionen Sachsens, dass die Vorgaben des LEP bereits bei der Aufstellung und Umsetzung der Regionalpläne umgangen werden. Waldmehrung ist teilweise nur gerichtlich gegen private oder behördliche „Naturschutz"-Interessen durchzusetzen. Erstaufforstungsanträge werden in der Regel mit der Begründung des Vorliegens potenziell geeigneter Biotopstrukturen abgelehnt. Sukzessive Vegetationsentwicklung wird eher akzeptiert als aktive, standortsgerechte Aufforstung. Wie das Beispiel des Tagebaues Peres zeigt, führt diese Sukzession zur Ausbildung aggressiver, konkurrenzstarker Sanddorn-Monokulturen (artenarm), die nur mit viel Mühe und finanziellem Aufwand wieder einzudämmen sind. Auch in den Folgejahren ist eine Waldmehrung auf diesen Flächen nur erschwert möglich.

Lösungsvorschlag der SDW:

Um das langfristige Ziel eines Waldanteils von 30 % der Landesfläche als realisierbar erscheinen zu lassen, sind in den Regionalplänen Vorrang- /Vorbehaltsgebiete „Waldmehrung" in mindestens dem zur Zielerreichung notwendigen Umfang auszuweisen. Dabei sind entsprechend den Festlegungen zur Verkehrs- und Siedlungsentwicklung absehbare Eingriffe in bestehende Waldflächen von Anfang an zu berücksichtigen. Die Waldmehrung besitzt in der Abwägung aller konkurrierender Interessen in diesen Gebieten die oberste Priorität. Sollte im Einzelfall die Waldmehrung aus triftigen Gründen nicht möglich sein, müssen entsprechende Flächen der Vorrang- /Vorbehaltsgebiete „Natur und Landschaft" dafür zur Verfügung stehen.

 

Im Zuge einer intensiven Zusammenarbeit mit der Stiftung Wald für Sachsen realisiert die SDW Sachsen den Ankauf aufforstungsfähiger Grundflächen. Unter Beteiligung von Spendengeldern und Fördermöglichkeiten des Freistaates Sachsen werden die Waldmehrungsvorhaben realisiert.

 

Zum Spendenformular „Tag des Baumes - Waldmehrung"

 

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